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Pädagogisches Konzept

Die Kindertageseinrichtung Krümelkiste setzt einen großen Schwerpunkt in die religionspädagogische Erziehung. Die jährlich wiederkehrenden christlichen Feste werden gefeiert, Geschichten in der Einrichtung von Pastor Klaus Sommer in regelmäßigen Abständen erzählt und Familiengottesdienste angeboten. Es gibt die Möglichkeit für alle Eltern und Kinder einen Einblick in das Gemeindeleben zu bekommen.

Die persönlichen Glaubenserfahrungen der MitarbeiterInnen spiegeln sich in der Umsetzung der pädagogischen Arbeit wider. Ihre inneren Werte als Christen geben ihnen Stärke und Sicherheit ihrem Nächsten gegenüber.

Unsere Einrichtung ist grundsätzlich für alle Kinder, auch für Kinder aus Elternhäusern anderer Religionen bzw. ohne kirchliche Bindung offen.

Kinder unter drei Jahren

Während seines ganzen Lebens lernt der Mensch nie mehr so viel, wie in den ersten 3 Lebensjahren. Bis zum 3. Geburtstag werden die Grundsteine für die Lern- und Beziehungsfähigkeiten eines Menschen gelegt. Aber auch die Selbständigkeit eines Kindes wird hier bereits in den Grundzügen (also im Rahmen seiner Fähigkeiten) erworben. Das Kind gestaltet aktiv, von Geburt an, seine eigenen Lernprozesse.

Wichtig dafür sind kleine Gruppen, räumliche Freiheit und liebevolle Zuwendung. Ebenfalls förderlich sind kompetente und feinfühlige Erwachsene, die den Kindern Aufmerksamkeit schenken und sie mit Respekt und Bestätigung begleiten und fördern. Wir wollen den Kindern ihren eigenen Rhythmus und ihre Persönlichkeit finden lassen und Wärme und Geborgenheit vermitteln.

All dies sind für uns grundlegende Merkmale der Arbeit mit den Kindern. Unerlässlich für die positive Entwicklung der Kinder und deren emotionale Sicherheit ist eine intensive, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Der Ablöseprozess (Eingewöhnung in die Kindertageseinrichtung) soll für Kinder, Eltern und Erzieher möglichst schonend und dem Kind angepasst erfolgen.

Für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren hat sich das gesamte Team vorbereitet und weitergebildet.

Die Eingewöhnungsphase

Die Neuaufnahme erfolgt in einer individuellen Eingewöhnungsphase, mit Einbeziehung der Erziehungsberechtigten, damit sich jedes Kind nach seinem eigenen Tempo an die ErzieherInnen und die neue Umgebung gewöhnen kann.

Für das Kleinstkind bedeutet der Besuch der KiTa, sich in einer zuerst fremden Welt mit fremden Menschen zurecht finden zu müssen:

  • Die Räume sind unbekannt und schon aufgrund ihrer Ausstattung und Größe aufregend.
  • Das Kind muss eine Beziehung zu einer ihm fremden Betreuungsperson aufbauen.
  • Das Zusammensein mit vielen anderen Kindern ist ebenfalls ungewohnt und neu.
  • Das Kind muss seinen Rhythmus dem Tagesablauf der KiTa (teilweise) anpassen.
  • Es muss eine mehrstündige Trennung von seinen Eltern verkraften.

Sichere Bindung ist die Voraussetzung!

Das alles sind hohe Anforderungen an das Kind, die Stress erzeugen können. Kleinstkinder sind durchaus in der Lage, diese Situation zu bewältigen, sie brauchen dazu jedoch unbedingt die Begleitung durch eine ihnen vertraute Person (in der Regel ein Elternteil). Erst wenn das Kind eine Bindung zu einer Erzieherin aufgebaut hat, kann der begleitende Elternteil das Kind mehrere Stunden am Tag zur Betreuung in der KiTa lassen. Die Fähigkeit zum Aufbau einer Bindung ist genetisch verankert und dient dem Überleben, d.h. dem Herstellen von Nähe zu der pflegenden und betreuenden Person.

Die Eingewöhnungszeit bedeutet für das Kind und die Eltern, ein Lösen der bekannten, sowie der Neuerwerb weiterer Strukturen! Diese Zeit gestalten wir so individuell wie möglich, in Anlehnung an das Berlinereingewöhnungsmodell.

Unser Tagesablauf

  • Bringphase
    In der Zeit von 7.00 Uhr- 8.30 Uhr besteht die Möglichkeit die Kinder in die Einrichtung zu bringen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder persönlich an uns Mitarbeiter übergeben werden, damit wichtige Informationen ausgetauscht werden können und gut in den Tag gestartet werden kann.

  • Begrüßung
    Im Morgenkreis, zwischen 8.30 Uhr und 8.45 Uhr begrüßen wir uns mit einem Lied und jedes Kind darf als Zeichen der Anwesenheit sein Foto aufhängen.

  • Gemeinsames Frühstück
    Nach dem Morgenkreis haben alle Hunger auf das selbst zubereitete, abwechslungsreiche, ausgewogene Frühstück. Hierbei ist es uns wichtig, dass die Kinder selbst wählen, worauf sie Appetit haben, Neues versuchen und die Gemeinschaft am Tisch genießen. Am Ende räumt jedes Kind seinen Platz selbstständig auf.

  • Freispiel
    In der Zeit von 7.oo Uhr bis ca. 8.40 Uhr und in der Zeit von 9.15 bis 10.45 Uhr findet das Freispiel statt: Die Kinder haben freie Wahl des Spielorts, der Spielzeit (wie lange), des Spielmaterials (was) und Spielpartner (wer). Während des Freispieles werden die Kinder ganzheitlich gefördert (jeder in seinem Entwicklungsstand).

  • Angebote/Projekte
    Im Freispiel finden verschiedene Angebote für die Kinder statt, die sie frei auswählen können. Dieses sind situationsorientierte, kindorientierte oder projektorientierte Angebote. Uns ist es sehr wichtig die älteren und jüngeren Kinder in alterspezifischen Kleingruppen zu fördern. So treffen wir uns im Laufe der Vormittage zu verschiedenen Angeboten (z. B. Bewegung, Musik, Basteln, ...) und können so den unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Kinder gerecht werden.

  • Aufräumen
    Um ca. 10.45 Uhr räumen wir gemeinsam auf. Dies wird durch unser „Aufräum- Lied“ eingeleitet. Alle Kinder helfen nach ihren Möglichkeiten mit und übernehmen Verantwortung für einen gemütlichen Lebensraum.

  • Teppichkreis
    Nach dem Aufräumen treffen sich alle Kinder und Erzieher zum gruppenübergreifenden Teppichkreis. Dieser startet immer durch das gleiche Ritual (Lied: „Kommt alle her“). Durch das gemeinsame Spielen und Singen wird das Gruppengefühl gestärkt. Somit werden die Kinder in verschiedenen Bereichen gefördert: z.B. die Sprachentwicklung, Mundmotorik, Selbstbewusstsein, Feinmotorik oder kognitives Wissen. Der Abschlusskreis endet mit einem Lied (Die kleine Raupe geht zum Essen).

  • Mittagessen
    Gemeinsam mit den Kindern Beten wir vor dem Essen. Auch hier achten wir wieder auf die Tischregeln und fordern die Selbständigkeit der Kinder (z.B. eigenständiges abräumen).

  • Mittagsschlaf/Ruhephase
    Nun gehen viele Kinder schlafen. Wenn ihr euer Kind in der Mittagszeit abholt, achtet bitte darauf die Türen leise zu schließen und euch in der Garderobe ruhig aufzuhalten.

  • Freispiel und Angebote am Nachmittag
    Da am Nachmittag schon weniger Kinder da sind, wollen wir bewusst eine besondere Zeit erleben. Wir haben die Möglichkeit spezielle Wünsche der Kinder zu berücksichtigen oder Dinge zu tun, die in der großen Gruppe schwerer zu verwirklichen sind. Wir wollen die Zeit wertvoll für die Kinder gestalten.

  • Abholphase
    Wir bitten euch, euch gemeinsam mit euerm Kind zu verabschieden, damit eine geregelte Übergabe stattfinden kann und wichtige Ereignisse angesprochen werden können.

Elternarbeit

Neben den täglichen Tür- und Angelgesprächen ist es uns wichtig regelmäßig Entwicklungsgespräche durchzuführen, Beratungsgespräche anzubieten, gemeinsam Feste und Feiern zu gestalten, Elternabende zu veranstalten, sowie Gottesdienste mit der gesamten Familie zu feiern.

Bewegung

Bewegung ist für Kleinkinder die wichtigste Grundlage zum Lernen und Begreifen. Das Angebot reicht von kleinen Ausflügen in die nähere Umgebung, über Aktivität in der Turnhalle, sowie das Spielen auf dem Außengelände (Naturerfahrungen sammeln).

Den Kindern werden durch entsprechende Raumgestaltung und Bereitstellung von Materialien unterschiedliche Möglichkeiten zur Bildung und Förderung angeboten. Wir bieten den Kindern eine anregungsreiche Zeit und betrachten Entwicklung und Lernen der Kinder ganzheitlich.

Das wichtigste für uns sind zufriedene und glückliche Kinder und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Förderung der Selbstwahrnehmung und Selbstbestimmung
  • Förderung der Selbständigkeit
  • Förderung der kognitiven Entwicklung
  • Förderung der Grobmotorik und Feinmotorik
  • Förderung der Sprache
  • Förderung des sozialen Verhaltens
  • Förderung der Kreativität und Musikalität
  • Individuelle und spezialisierte Zusatzausbildungen und Fortbildungen der Mitarbeiter
  • Religiöse Erziehung/Grundwerte
  • Elternarbeit

Mit dem Eintritt in eine Kindertagesstätte entsteht ein Beziehungsdreieck zwischen dem Kind, den Eltern und den Erzieherinnen. Funktioniert eine gute Kommunikation ist die beste Entwicklungsmöglichkeit für ein Kind geschaffen.

Spezielle Förderbereiche

Sprache:
Durch Ansprache der Erzieherin und durch Kontakte mit den anderen Kindern aus der Gruppe soll die Freude an der Sprache geweckt werden.
Sprachliche Begleitung von alltäglichen Handlungen im Tagesablauf unserer Gruppe, fordern Ihr Kind auf, sich sprachlich mitteilen zu wollen. Lieder, Reime, Fingerspiele, Bilderbücher und kleinere Geschichten bieten zusätzlich Anreize, sich neue Wörter und Sätze anzueignen und Freude am Sprachgebrauch zu entwickeln.
Wir nehmen uns Zeit, Ihr Kind zu verstehen und beim Erzählen und Zuhören zu unterstützen.

Gemeinsame Erziehung:
Als ev. Einrichtung ist die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung von großer Bedeutung. Unser Ziel ist der unbefangene Umgang unserer Kinder untereinander. Die Kinder sollen Spielpartner sein, die sich mit ihren unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten gegenseitig Impulse geben, sich öffnen, mitteilen und unterstützen. Sie sind dabei gefordert, ihre Möglichkeiten gleichberechtigt einzubringen, ihre Grenzen zu erkennen, zu akzeptieren und Misserfolge zu ertragen. Nur durch ein tägliches Miteinander besteht für alle Kinder die Möglichkeit zu lernen, Menschen so anzunehmen, wie sie sind.

Eine individuelle Förderung aller Kinder steht für uns im Vordergrund. Für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf ist es möglich, eine weitere Erzieherin mit einer heilpädagogischen Zusatzausbildung zu beantragen.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, das jeweilige Kind individuell nach seinen besonderen Bedürfnissen zu fördern, Entwicklungsverzögerungen aufzuarbeiten, ihm seine Stärken aufzuzeigen und zu helfen, seine Schwächen anzunehmen.

Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, sich unbefangen, fröhlich und selbstbewusst, nach seinem eigenen Rhythmus zu entwickeln.